Monaco-Feeling am Norisring

 Monaco-Feeling am Norisring

 

Der Norisring – der einzige Stadtkurs der DTM begeisterte am Rennwochenende 130.000 Motorsportfans,
die unter Anwesenheit von Fürst Albert II von Monaco eine irre PS-Party feierten. 

Im Samstagrennen wurde der Audi Fahrer Rene Rast sofort wieder eiskalt von seinem obligatorischen Norisring-Trauma erwischt. Er würgte als Trainingsschnellster auf Startplatz 1 stehend seinen Motor ab und fiel auf den letzten Platz zurück. Einmal mehr drohte dem talentierten Fahrer ein punkteloses Wochenende in der Noris. Mit dem Mute der Verzweiflung, gepaart mit strategischem Kalkül setzte er alles auf eine Karte und kam in der dritten Runden zum Reifenwechsel an die Box, in der Hoffnung auf eine baldige Safety-Car-Phase. Und tatsächlich zeigte sich diesmal das Schicksal gnädig; in der 4. Runden kam das gewünschte Safety-Car auf die Rennstrecke. Pech für alle die noch Reifen wechseln mussten. 

 

Nach dem Re-Start war Rene Rast nicht mehr aufzuhalten und mit einem Vorsprung von ca. 35 Sekunden und der jemals am Norisring schnellsten gefahrenen Rundenzeit von 46,146 Sekunden flog er dem Ziel förmlich entgegen. 

 

Auch das Sonntagsrennen bot Motorsport und Dramatik vom Feinsten. Wieder erwischte es Rene Rast, mit größten Erfolgsaussichten auf Startplatz 1 stehend. Diesmal war sein Audi-Kollege Nico Müller schuld, der im Kampf um Platz zwei übermotiviert das Auto von Rene Rast in der ersten Runde umdrehte. Das Schicksal nahm diesmal seinen normalen Lauf, ein rettendes Safety-Car kam nicht auf die Piste.
Rene Rast betrieb Schadensbegrenzung und landete auf Platz 7, der Schadensverursacher Nico Müller kam nach einer Durchfahrtsstrafe als 8 ins Ziel. Gewonnen hat das Rennen Bruno Spengler, der mit einem Traumstart die Basis für seinen 16. Sieg in der DTM legte.
Mit nun 5 gewonnen Rennen in Nürnberg krönte sich der sympathische BMW-Pilot zum alleinigen „Mister Norisring“.

 

Auch Lena Gercke, Top-Modell und Moderatorin hatte jede Menge Spaß auf den Norisring und konnte sogar ihr Wissen erweitern.
Die Rennlegende Hans Joachim Stuck wies sie in die Geheimnisse der BMW-M1-Procars ein.
Sie durfte auch in einem dieser Rennboliden Platz nehmen. 

 

Erstmals ging die neugeschaffene W-Series (Frauenserie) am Norisring an den Start. Ein guter und sinnvoller Weg,
um mehr Frauen in der Männerdomäne Motorsport erfolgreich zu etablieren. Im vierten Rennen gab es bereits die dritte Siegerin, was für die Ausgeglichenheit der Serie spricht. Triumphiert hat in der Noris die Spanierin Marta Garcia vor der Holländerin Beitske Visser und der Engländerin Jamie Chadwick.

Bericht Nürnberg Life