IM INTERVIEW MIT CHRISTINA SURER

Christina Surer, geb. 1974 in Basel, ist Model (Finalistin Miss Schweiz), Fernsehmoderatorin und ehemalige Autorennfahrerin. Auch am Nürnberger Norisring hatte sie sich in der Vergangenheit im Rahmen der DTM, packende Rennen gegen ihre männlichen Gegner geliefert.

 

 

NL: Rennfahrerin, Model, Moderatorin, was macht am Meisten Spaß?

CS: Die Mischung machts! Seit ich Kinder habe, fahre ich allerdings keine Rennen mehr. Alles hat viel Freude bereitet, aktuell widme ich mich aber hauptsächlich der Moderation.

 

 

NL: Welches Auto fahren Sie privat und wie würden Sie Ihren privaten Fahrstil beschreiben?

CS: Einen Familienferrari! (Augenzwinkern) Den T6 VW Bus. Zwei Kinder, Gepäck, Hund und Mann – alle haben Platz darin. Wie ich fahre? (herzliches Lachen) Entspannt und defensiv. Den Spaß habe ich auf der Rennstrecke und demnächst sogar im Kart!

 

NL: Ist es schwer sich als Frau in der Männerdomäne Autosport zu behaupten?

CS: Es ist nicht leicht! Man muss sich erstmal viel Respekt verschaffen. Aber ich bin meiner Leidenschaft gefolgt und habe niemals aufgegeben.

 

NL: Warum gibt es in der Formel 1 keine Frauen? Können Frauen das etwa weniger gut, wie Männer?

CS: Es gab Frauen in der Formel 1! Das Problem ist einfach, dass Mädchen nicht unbedingt früh im Motorsport gefördert werden.

Es ist aber unabdingbar schon ganz früh damit anzufangen. Die Luft nach oben wird dünn.

 

NL: Dafür gibt es nun die W Serie für Frauen in der DTM. Ist das gut?

CS: Für Zuschauer und Sponsoren ist das natürlich interessant. Persönlich bin ich allerdings gern gegen Männer gefahren.
Mit Thomas Marshall habe ich mir am Norisring spannende Rennen geliefert. Er war ein sehr fairer Gegner.

 

NL: Welchen Rat geben Sie Frauen die „ihren Mann stehen wollen/müssen“!?

CS: Für ihren Traum kämpfen und niemals aufgeben! Niederlagen gehören auch dazu, aber das bildet den Charakter.
Der wahre Champion zeigt sich in schlechten Zeiten.

 

NL: Was möchten Sie noch sagen?

CS: Es ist schön wieder am Norisring zu sein, begleitet von meinen Kindern. Ich habe viele schöne Erinnerungen hier.
Mein letztes Rennen 2012 habe ich übrigens auch am Norisring absolviert!

 

NL: Vielen Dank für das sympathische Interview und allzeit gute Fahrt!