IM INTERVIEW MIT MATTHIAS SCHWEIGHÖFER

Matthias Schweighöfer, geb. 11.03.1981, ist aktuell einer der beliebtesten deutschen Schauspieler und blickt bereits auf viele Produktionen, Erfolge und Auszeichnungen zurück. Der Vater von zwei Kindern ist außerdem noch als Synchronsprecher, Sänger, Regisseur und Produzent tätig.
Nürnberg Life interviewte den sympathischen Schauspieler im Rahmen seiner „100 Dinge“ Kinotour.

NL: In Deinem aktuellen Kinofilm „100 Dinge“ verzichten Du und Kollege Florian David Fitz auf alle Dinge. Auf welchen Gegenstand könntest Du als Privatmensch keinesfalls verzichten?
MS: Mein Handy. Es ist für mich der wichtigste Gegenstand. Ich habe es immer dabei und kann einfach nicht darauf verzichten. Es wäre für mich, wie kein Wasser zu haben.

NL: In dem Film gibt es ziemlich viele Nacktszenen. Hast Du dich ein wenig geschämt? Wie war es?
MS: Es war völlig ok. Ich war ja nicht alleine nackt. David hat schließlich auch mitgemacht. (lacht)
Irgendwann fanden wir es sogar ziemlich lustig. Es war vielleicht eher für die anderen, angezogenen, etwas peinlich.
Einzig das Barfußlaufen mochte ich nicht so sehr. In einer Großstadt gibt es ziemlich viele Glasscherben auf dem Boden…

NL: Gab es Drehpannen oder besonders lustige Momente?
MS: Nein, es war ein sehr konzentrierter, vorbildlicher Dreh! (ernst)
Es war allerdings sehr lustig nackt durch Berlin zu rennen. Was sich wohl die vielen Passanten gedacht haben, als sie zwei Nackte herumflitzen sahen? (lacht)

NL: Ehrlich, wer sich nackt so vielen Menschen präsentiert möchte gut aussehen oder? Habt ihr vor dem Dreh ein Fitnessprogramm absolviert?
MS: Ja, natürlich wollten wir das Bestmögliche herausholen. Wir sind beide ins Fitnessstudio gegangen. Bei Florian hat es noch etwas besser angeschlagen, als bei mir. (schaut verschmitzt)
Auch unmittelbar vor den entsprechenden Szenen haben wir vor Ort noch schnell etwas schweres gestemmt, um möglichst definiert auszusehen.

NL: Erst im Oktober warst Du in Nürnberg, zu Dreharbeiten für Deine erste internationale Produktion „Resistance“. Wie gefällt Dir unsere Stadt?
MS: Ich finde sie gruselig! (Redaktion schaut schockiert!)

NL: (Redaktion noch immer völlig perplex) WAS? Warum das?
MS: Es ist so steinig in Nürnberg. Überall Steine. Aber dennoch ist es eine sehr schöne Stadt. Man könnte hier ein Ritterkostüm anziehen und hätte sofort die perfekte Kulisse. (Redaktion wieder besänftigt)

NL: War der Dreh sehr stressig? Es gab Presseverbot…
MS: Ja, wir hatten in der Tat einen sehr eng getakteten Zeitplan. Es ist aber auch so, dass Regisseur Jonathan Jakubowicz seine Ruhe wollte, wie das bei internationalen Produktionen auch üblich ist. Das war für alle Beteiligten auch ganz angenehm so.

NL: Wie weit ist der Film nun?
MS: Er ist komplett abgedreht und wird aktuell geschnitten. Wir sind sehr zufrieden.

NL: Wie feierst Du Weihnachten?
MS: Ganz normal. Was immer auch normal ist. Die ganze Familie trifft sich, es gibt gutes Essen und wir hören Musik vom Plattenspieler. Den mag ich besonders. Es hat etwas nostalgisches.

NL: Vielen Dank für das sympathische Interview und weiterhin viel Erfolg!

Interview: Sandra Henning