IM GESPRÄCH MIT SOPHIE ADELL

Unsere Realität ist ein Hologramm

 

 

 

Sophie Adell, Schauspielerin (u.a. „Bernds Hexe“, „Tatort“) und Moderatorin aus München, genoss die Abwechslung bei einem Fotoshooting mit Nürnberg Life und plauderte über das Schauspielleben und die Welt…

 

 

 

Freischaffende Künstler traf die Krise besonders hart. Die versprochene Unterstützung kam bei nur einem äußerst geringen Prozentsatz an, da die Bedingungen schlichtweg nicht auf Soloselbstständige zutrafen. Die Hilfen hätten ausschließlich für Betriebsausgaben, wie Büros und Gehaltszahlungen, angenommen werden dürfen, nicht aber für Miete und den Lebensunterhalt. Ziemlich ernüchternd, wenn dann Großkonzerne wie Adidas, Lufthansa und die Autobauer Finanzmittel erhalten.

 

 

 

Fast alle Drehs wurden abgebrochen. Lediglich einige Seifenopern wurden noch unter strengen Auflagen weiter gedreht, bei denen Kussszenen streng verboten waren.

 

 

 

Die Zwangspause hat Sophie Adell allerdings gut genutzt. „Schöpferische Pausen sind sehr konstruktiv und können inspirierend sein.“, so die Schauspielerin. Selbst hat sie sich um die Aktualisierung ihrer Präsentationskanäle gekümmert, sich geistig und körperlich fit gehalten und weitergebildet.

 

 

 

Dass die Welt sich verändert durch die ungewöhnliche Situation hat, steht für die Schauspielerin absolut fest. „Es ist alles zusammengefallen wie ein Kartenhaus. Und mir ist klar geworden, dass die Realität lediglich ein Hologram unseres Bewusstseins ist. Zum Glück war alles schnell wieder vorbei, aber ich denke die Auswirkungen bleiben bestehen. Jeder war gezwungen, sich selbst, das eigenen Dasein, zu betrachten. Corona ist ein globales Problem, dass sich auch nur global lösen lässt. Ich bin gespannt und hoffe, dass die Regierungschefs einsehen, dass wir dieses Problem nur in Kooperation und als Einheit auf diesem Planeten lösen können.“